Häufige Fragen zu Messungen
in der Gebäudetechnik

Hier finden Sie Antworten zu allen Messungen in der Gebäudetechnik, von der Dimensionierung einer neuen Heizung bis zur energetischen Betriebsoptimierung.

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Wir bieten unsere Messungen zur Dimensionierung und Optimierung von Gebäudetechnik schweizweit an. Unser Hauptsitz liegt in St. Gallen, seit September 2025 haben wir einen zweiten Standort in Bern. Die Anfahrtskosten werden vom näherliegenden Standort berechnet.

Sogar zwei. Üblicherweise übernehmen wir Installation und Rückbau der Messungen selbst. Durch diese Routine können wir die nötige Messqualität sicherstellen.

Bei sehr grossen Projekten lohnt sich gegebenenfalls auch eine Besichtigung vor der Installation, in den meisten Fällen reichen aber ein paar Bilder der Technikräume.

Wir verrechnen die Anfahrt immer vom näherliegenden unserer beiden Standorte aus, also von St. Gallen oder von Bern. So bleiben die Kosten auch für Projekte in der ganzen Schweiz fair.

Meist reichen uns ein paar Bilder der Technikräume und die vorhandenen Technikunterlagen. Dazu gehören zum Beispiel Prinzipschemas, Datenblätter des Wärmeerzeugers, den Jahresenergiebedarf, die Energiebezugsfläche und was an früheren Berichte verfügbar ist. Sind Unterlagen nicht vorhanden oder schwer erhältlich, ist das kein Problem. Wir haken nach, falls wir etwas dringend benötigen.

Je nach Fragestellung messen wir einige Wochen bis Monate. Für den Heizungsersatz bieten wir Pauschalen mit Tieftemperaturgarantie an. Diese Messungen dauern drei bis sechs Wochen. Dabei stellen wir sicher, dass genügend kalte Tage enthalten sind, damit die Dimensionierung auf einer soliden Grundlage steht.

Die meisten unserer Messungen kosten zwischen CHF 2’000 und 8’000, für viele unserer Dienstleistung bieten wir Pauschalen an.

Für einen Heizungsersatz in einem einfacheren System (z.B. Wohnbau mit 20 Wohnungen) liegt der Preis pauschal bei CHF 2’800 (exkl. MwSt und Anfahrt). Darin enthalten sind die thermische Messung des Wärmebedarfs mit Inbetriebsetzung und Rückbau, der Zugang zu den Live-Daten sowie der Bericht. Wird der Wärmebedarf dagegen visuell über eine Kamera beim Gaszähler erfasst, liegt der Preis pauschal CHF 2’300.

In der Regel nicht. Wir beziehen die Aussentemperatur und weitere Wetterdaten von Meteotest. Die Werte werden für die Koordinaten des Messstandorts aus den nächstgelegenen Messstationen interpoliert. Ein eigener Sensor am Gebäude wird leicht durch Sonne, Abwärme oder das Mikroklima verfälscht. Interpolierte Stationsdaten sind dagegen konsistent und mit den Klimadaten der Normen vergleichbar.

Die Meteodaten stammen von der Firma Meteotest. Sie werden aus den nächstgelegenen Messstationen für die Koordinaten des Messstandorts interpoliert. Wir übertragen sie als Stundenwerte auf dieselbe Datenanalyse-Plattform wie Ihre Anlagendaten. So lassen sich Lufttemperatur, Feuchte, Niederschlag, Luftdruck, Wind und Globalstrahlung direkt mit den Messwerten vergleichen.

Bildet man die Vorlauftemperatur der Heizung in einem x-y-Diagramm auf die Aussentemperatur ab, zeigt sich ein klares Muster: Je tiefer die Aussentemperatur, desto wärmer wird das Heizwasser. So stellt die Heizung sicher, dass die Raumtemperatur im Wohlfühlbereich bleibt, unabhängig von der Aussentemperatur.

Ist die Heizkurve zu steil oder zu flach eingestellt, fühlt sich die Wohnung überheizt oder kühl an. Das passiert entweder bei moderaten oder bei sehr tiefen Aussentemperaturen.

Der Energieverbrauch je nach Aussentemperatur hängt fast linear von der Heizkurve ab. 

Eine gut eingestellte Heizkurve erkennt man an zwei Dingen. Das Bedürfnis, an den Heizkörpern zu schrauben, tritt nur noch bei Krankheit auf und während der Heizsaison muss man keine Fenster schräg stellen, weil die Wohnung überhitzt ist. Und Gratis dazu: Der Energiebedarf fürs Heizen sinkt.

Vorlauftemperatur wird die Temperatur des Heizwassers genannt, wenn es den Heizungsraum verlässt und zu den Heizkörpern oder in die Fussbodenheizung fliesst. Nachdem das Wasser dort Wärme an die Räume abgegeben hat, fliesst es mit der tieferen Rücklauftemperatur zurück.

Die Norm-Aussentemperatur ist eine standortabhängige, tiefe Aussentemperatur (für St.Gallen z.B. -9°C). Auf diese Temperatur wird die Leistung einer Heizung ausgelegt. Bei dieser Temperatur muss die Heizung die Räume gerade noch auf die gewünschte Raumtemperatur bringen können. 

Das bedeutet, wenn draussen länger Temperaturen unter Norm-Aussentemperatur herrschen, wird akzeptiert, dass die Heizung die Räume nur noch auf 19 oder 20 °C heizen kann. Mehr als drei Tage in Folge kommt das aber so gut wie nie vor.

Durch die Auslegung auf diese sehr tiefe Temperaturen, sind Heizungen eigentlich konstant im Teillastbetrieb. Das verschärft die Nachteile einer überdimensionierten Heizung. Diese ist sogar bei Norm-Aussentemperatur im Teillastbetrieb und bei warmer Witterung entsprechend schnell bei Minimalleistung.

Überdimensioniert klingt nach Sicherheit, aber es bringt leider auch im Betrieb eher negative Folgen. Schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann eine überdimensionierte Heizung ihre Minimalleistung erreichen und dadurch regelmässig ein- und ausschalten. Dieses Takten erhöht bei Wärmepumpen den Verschleiss und senkt ihre Effizienz.

Eine Heizung läuft im Teillastbetrieb, wenn sie weniger als ihre maximale Leistung abgibt. Weil Heizungen auf die Norm-Aussentemperatur ausgelegt sind, ist das fast immer der Fall. Volllast braucht es nur an den kältesten Tagen des Jahres. Moderne Wärmeerzeuger können ihre Leistung bis zu einer gewissen Minimalleistung herunterregeln. Wird noch weniger Wärme gebraucht, schalten sie ein und aus.